GLYPHOSAT SCHÄDIGT FLORA und FAUNA

Als Totalherbizid tötet Glyphosat jede Pflanze auf dem gespritzten Feld ab (sofern sie nicht durch einen gentechnischen Eingriff Glyphosat-resistent ist). Deshalb sind die Auswirkungen auf die Ackerflora und Ackerfauna so groß. Weil die Beikräuter Nahrungsgrundlage für viele Insekten und Vögel sind, nimmt mit steigendem Glyphosat-Einsatz die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft ab. In Großbritannien durchgeführte Versuche mit Herbizid-resistenten Pflanzen zeigten negative Effekte auf die dort lebenden Vögel.

Glyphosat gelangt durch Auswaschung und Erosion in Bäche, Flüsse und ins Grundwasser und wird dort zum Problem für Wasserlebewesen. Studien aus Nordamerika haben gezeigt, dass Glyphosat für Frösche und Kröten giftig ist. Damit werden die ohnehin in ihrem Bestand gefährdeten Amphibien noch weiter dezimiert. Etwa die Hälfte dieser Arten steht auf der Roten Liste; ein Drittel ist vom Aussterben bedroht. Auch Fische sind durch Glyphosat bedroht. Bei Karpfen, die Glyphosat ausgesetzt waren, fanden sich geschädigte Leberzellen.
Glyphosat beeinträchtigt auch die Chemie des Bodens. In einigen Böden bindet es an Bodenpartikel und wird dadurch inaktiv, in anderen verbleibt es in seiner chemisch aktiven Form und wird von Mikroben abgebaut. Dies beeinträchtigt die biologischen und chemischen Prozesse im Bereich der Pflanzenwurzeln, einschließlich der Fähigkeit der Pflanze, Stickstoff zu binden. Dies wiederum bedingt eine erhöhte Stickstoff-Düngung.

GLOBAL 2000 und Friends of the Earth Europe