np: Argentinien entzieht Monsanto die Geschäftszulassung

np | 13.01.2013 | Umwelt

Das argentinische Finanzministerium hat die Registrierung für das amerikanische Unternehmen Monsanto und deren Getreidehändler in Argentinien zurückgezogen. Dem Konzern und allen seinen lokalen Händlern ist es nun verboten, in Argentinien genmanipuliertes Saatgut und das dazu vermarktete “RoundUp” zu verkaufen. [...]

Nach eingehender Recherche, auch von Seiten der Leser, konnte die Meldung nicht eindeutig verifiziert werden. 

Fest steht, dass ein Prozess in Cordoba die Schädlichkeit von Roundup anerkannt hat und es zu Verurteilungen kam. Im Prozess wurden die beschriebenen Auswirkungen dokumentiert.

Außerdem wurde die Beweislast vom Bundesgericht in Argentinien tatsächlich umgekehrt. In Zukunft muss der Hersteller die Sicherheit beweisen, nicht die Betroffenen die Gefährlichkeit. (siehe www.infosperber.ch) Bis dato hatten die Hersteller im unheiligen Bündnis mit der Politik festgelegt, dass der Geschädigte beweisen müsse, sein Schaden sei auf die Einwirkung der Pestizide eindeutig zurück zu führen, was praktisch überhaupt nicht durchführbar ist, wie jeder Laie und vernunftbegabte Mensch einsehen muss. Es handelt sich um reine Willkür und dies ist derzeit in Europa offizielle Praxis in Gerichtsprozessen.

Fest steht weiters, dass Monsanto mit einer Sperre belegt wurde, dies aber allem Anschein nach, nicht aus Gründen des Umweltschutzes, sondern wegen steuerlicher Vergehen bzw. einer unbeglichenen Steuerschuld. Bislang konnte nicht verifiziert werden, dass die Maßnahme auf den Ausgang des Prozesses in Cordoba zurückzuführen ist. Es scheint, der Autor hat zwei Dinge in Zusammenhang gebracht, die aber nicht in Zusammenhang stehen!

Das Urteil zeigt jedenfalls, dass die Gerichte und Behörden in Argentinien, trotz der immensen Bedeutung des Sojaanbaus für das Land, gewillt sind, ein Urteil gegen die Produkte des Konzerns zu fällen. Dafür gebührt Respekt.

Den kompletten Beitrag inkl. Stellungnahme von Monsanto gibt es bei neopresse - Neue Online Presse - zum Nachlesen.